Dienstag, 21. April 2020

Corona: Wieviel Angst ist normal?

Alles ist anders. Die Verbreitung des Corona-Virus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Home-Office, Ausgangsbeschränkungen, Masken-Pflicht und vieles mehr verändern die Art, wie wir durch die Welt gehen. Das kann ganz schön Angst machen.

Corona: Wieviel Angst ist normal?

Alles ist anders. Die Verbreitung des Corona-Virus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Home-Office, Ausgangsbeschränkungen, Masken-Pflicht und vieles mehr verändern die Art, wie wir durch die Welt gehen. Wir haben den Auftrag uns zu schützen, um andere zu schützen. Das kann ganz schön Angst machen.

Gefühle zulassen

Ein unsichtbares Virus, das Menschen krank macht, ist zum Teil unserer Realität geworden. Es ist daher völlig normal, Angst vor Corona zu haben und verunsichert zu sein. Für uns alle ist es jetzt wichtig, offen über Gefühle, Herausforderungen und Bedürfnisse zu sprechen. Dies fällt uns aber oftmals nicht so leicht, denn wir alle lernen schon von klein auf an, tapfer zu sein und sich der Realität stellen zu müssen. Aber wenn in dieser Situation eins gilt, dann dies: Alles kann, nichts muss.

Sie müssen gar nichts!

Jeder von uns geht anders mit Gefühlen um. Einer redet lieber darüber, ein Anderer schreibt Emotionen auf, eine Andere wiederum sportelt ihr Gemüt in ein Gleichgewicht. Erlaubt ist, was gut tut. Und genau da sind wir schon beim entscheidenden Punkt: Man muss über Ängste reden, wenn sie anfangen, das Leben so sehr zu kontrollieren, dass sich der gesamte Alltag nur um ein Thema dreht: Corona.

Was Ängste mit Körper und Geist machen können

Ängste können nicht nur die Gedanken einnehmen, sondern auch alle Handlungen. Sollten Sie daher merken, dass Sie nicht schlafen können, unregelmäßig essen, Herzrasen verspüren, Schweißausbrüche haben oder stark Zittern, holen Sie sich bitte umgehend professionelle Unterstützung. Hier finden Sie eine Liste von Ansprechpartnern, mit denen Sie über die aktuelle Situation sprechen können.

Die Gedanken beschäftigen

Wie kann man also in fordernden Situationen auf andere, wohltuende Gedanken kommen? Hier sind ein paar Anregungen, die den Alltag in dieser Phase auflockern können:

  • Nehmen Sie sich Zeit für ein Gespräch: Rufen Sie mal wieder liebe Freunde oder Verwandte an, von denen Sie länger nichts gehört haben.
  • Entdecken Sie alte Hobbies neu: Hand auf’s Herz: Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich etwas nur für Sie gemacht? Jetzt ist Zeit dafür.
  • Zeit für gesundes Essen: Jetzt ist auch wieder genügend Zeit, um selbst den Kochlöffel zu schwingen und dem Körper etwas wirklich Gutes zu tun.
  • Dosieren Sie Ihren Medienkonsum: Sich täglich ein Bild von der Situation der Welt zu machen ist gut, aber jeden Live-Ticker zu verfolgen, kann ganz schnell den Alltag einnehmen.
  • Weitere Ideen: Meditation, Bücher lesen, Briefe schreiben, Fotos sortieren, Sicherungskopien machen, einen Home-Spa Tag einlegen, Nägel lackieren, Webinare besuchen, Online-Sportkurse belegen etc.

 

 

Über die AutorIn
Caroline Korneli

Redakteurin

Schlagworte Grenzen